Islam - what´s about

Grundwissen - kurz und prägnant auf den . gebracht

Islam - eine Weltreligion

"Heute habe ich euch eure Religion vervollkommnet und meine Gunst an euch vollendet und ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden!" (Koran 5:3)

Islam bedeutet "Hingabe" und als Muslim bezeichent man daher jemanden, der "sich Gott hingibt und in Liebe und Nähe zu Gott lebt". Der Begriff "Mohamedaner" ist als Bezeichnung für einen Muslim falsch, da die Muslime den Profeten Mohamed lediglich als menschliches Vorbild, nicht aber als göttlich sehen.

Allah - wer ist das?

"Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barherzigen" -dies ist die Einleitung der 113 (von 114) Suren (Kapiteln) des Korans.

Allah ist die Bezeichnung für den barmherzigen Gott, der für alle Menschen, unabhängig der Religion, da ist und alle Geschöpfe erschaffen hat. Der Begriff "Allah" stammt aus dem Arabischen, auf Deutsch übersetzt heißt es "Gott".

Wer ist Mohamed?

"..und wir haben dich als eine Barmherzigkeit für die Menschheit gesandt..."(Koran 21:106)

Mohamed war ein Prophet wie Jesus (Friede sei mit ihnen) und kam mit derselben Botschaft: Der Glaube an einen einzigen Gott. Da seine Lebensgeschichte bis ins Detail bekannt ist, gilt er als das größte Vorbild aller Muslime.


Grundbaustein des Islams

"Sprich: Gott ist der Alleinige, Einzige und Ewige. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt. Und kein Wesen ist Ihm gleich." (Koran 112)
Der Monotheismus stellt den wichtigsten Grundbaustein des Islams dar. Auch der Glaube an alle Profeten, von Adam bis Jesus und zuletzt Mohamed (der Friede sei mit ihnen). Daher lautet das Glaubensbekenntnis zum Übertritt zum Islam auch:

"Ich bezeuge, dass es keinen Gott außer einen einzigen Gott gibt und dass Mohamed sein Gesandter ist."

Koran

"Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin: eine Richtschnur für die Rechtschaffenen"
(Koran 2:2)

Der Koran wird im Lichte der Sunna (Aussagen und Vorleben des Profeten Mohamed fsmi.) verstanden. Auch wird der Koran von islamischen Gelehrten für die Muslime interpretiert.

Muslime sind überzeugt, dass der Koran unveränderte Worte Gottes sind und belegen dies mit vielen wissenschaftlichen Beweisen.

Lebensweise

Die "Sharia", von denen viele Leute denken, es sei ein Strafgesetz, umfasst alle Regelungen, an die sich ein Muslim halten soll. Armen zu spenden, zu beten, aber auch die kleinsten Dinge, wie zum Beispiel einen Mitmenschen mit fröhlichem Gesicht (Lächeln) zu begegnen, ist Teil der "Sharia". Auch das Einhalten des österreichischen Gesetzes (beispielsweise; je nachdem wo man lebt) ist für einen Muslim Pflicht und Teil der "Sharia" (ihm auferlegte Regelung).


Terrorismus

"Wer einen Menschen tötet, für den soll es sein, als habe er die ganze Menschheit getötet. Und wer einen Menschen rettet, für den soll es sein, als habe er die ganze Welt gerettet." (Koran 5:32)

Im Islam gilt ganz klar, dass Töten nur dann erlaubt ist, wenn das eigene Leben gefährdet ist, das heißt nur im Falle der Selbstverteidigung. Tötet man einen Menschen aber aus anderen Gründen, so wird der Mörder im Diesseits und Jenseits gerechterweise von Gott bestraft. Einen Menschen zu töten, ist bei Gott so schwerwiegend, als hätte man die gesamte Menschheit getötet (siehe Vers).

Sinn des Lebens

"Und glaubt ihr etwa, wir hätten euch aus Sinnlosigkeit erschaffen und dass ihr nicht zu uns zurückkehren werdet?" (Koran 23:115)

Das Leben ist eine Reise mit vielen Prüfungen (Höhen und Tiefen). Wer an Gott, den Erschaffer, glaubt und gute Werke tut, dem ist das ewige Paradies versprochen. Mit dem Tod des Menschen ist die "Prüfungszeit" beendet und es wird abgerechnet. Jeder hat für all seine Taten Verantwortung zu tragen, wobei Gott "der Vergebende" ist und "der Gerechte".

Frau im Islam

"Die Vollkommenen im Glauben sind von den Gläubigen die besten an Charakter und Benehmen, und die besten von euch sind die, die ihre Frauen am Besten behandeln." -Prophet Mohamed, Fsmi

Die Gleichstellung der Frau mit dem Mann vor Gott wird im Koran immer sehr stark betont. Das Vorleben des Propheten ist dafür ein glänzendes Beispiel. Sein Umgang war stets von Respekt und Liebe geprägt, was seine Gattin Aischa (möge Allah Wohlgefallen mit ihr haben) immer wieder gesagt hat: "Er flickte unsere Kleider und Schuhe und war stets seiner Familie zu Diensten."


Religionen - der wesentliche Unterschied

Das, was uns verbindet ist vielmehr, als jenes, was uns trennt. Alle Religionen lehren die Liebe und den Frieden. Was uns im wesentlichen unterscheidet sind nur einige wenige Punkte...

Judenthum

  • Gottesbild: Glaube an einen einzigen Gott.
  • Heilige Schriften: Altes Testament
  • Propheten: Glaube an Propheten von Adam bis Moses, nicht aber an Jesus und Mohamed.
  • Glaubenslehre: Anhänger des Judenthums glauben, dass der Prophet Abraham einen Vertrag mit Gott abgeschlossen hat, welcher beinhaltet, dass Anhänger des Judenthums Auserwählte Gottes sind.

Christentum

  • Gottesbild: Glaube an einen einzigen Gott. Gott ist in Jesus Mensch geworden. Trinität: Glaube an Vater, Sohn und heiligen Geist.
  • Heilige Schrift: Altes und Neues Testament.
  • Propheten: Glaube an alle Profeten von Adam bis Jesus, welcher als Gott/Sohn Gottes bezeichnet wird, Mohamed wird nicht als Prophet gesehen.
  • Glaubenslehre: Die Sünde Adams - das Essen vom verbotenen Baum - erben alle Menschen und müssen daher nach der Geburt getauft werden. Weiters bedeutet der Kreuztod Jesus die Löschung aller Sünden der Menschen, die an seinen Kreuztod glauben.

 


Buddhismus

  • Gottesbild: Buddha ist das Vorbild der Buddhisten und gilt als göttlich.
  • Heilige Schriften: Schriften des Buddha
  • Propheten: keine, nur Buddha gilt als Vorbild
  • Glaubenslehre: Wiedergeburt des Menschen nach seinem Tod in den Körper eines Tieres. Daher gelten Tiere als heilig, weil diese frühere Verwandte sein könnten.

Islam

  • Gottesbild: Glaube an einen einzigen Gott
  • Heilige Schrift: Die Thora, sowie die Bibel und der Koran sind im Islam heilige Bücher, wobei nur nach dem Koran gelebt wird, weil man der Überzeugung ist, dass die vorigen Schriften verändert worden sind.
  • Propheten: Muslime erkennen alle Propheten von Adam bis Moses, Jesus und schließlich Mohamed, Friede sei mit ihnen, an. Alle werden als "Gesandte Gottes" gesehen und werden gleich geehrt und gewertet. Kein Prophet wird als Gott bezeichnet oder hat göttliche Eigenschaften.
  • Glaubenslehre: Jeder Mensch hat für seine Taten Verantwortung zu tragen und erwartet nach seinem Tod eine Abrechnung. Wer glaubt und alle Geschöpfe gut behandelt wird mit dem ewigen Paradies belohnt.

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